Wiener Bauordnung · aktuelle OGH-Judikatur

Legal Kurzzeit­vermieten in Wien.
Wir wissen, wie es geht.

Seit der Bauordnungsnovelle 2024 gilt für Kurzzeit­vermietung in Wien ein komplexes Regelwerk. Bis zu € 50.000 Strafe — auch schon für das bloße Inserieren. KEYO arbeitet mit Dr. Markus Moser (Moser Legal, 1010 Wien) zusammen, der die entscheidenden OGH-Verfahren 2026 persönlich geführt hat.

Die Ausgangslage

Was seit Juli 2024 gilt

Die Wiener Bauordnungsnovelle hat Kurzzeitvermietung in Wohngebäuden grundsätzlich beschränkt. Wer eine Wohnung mehr als 90 Tage pro Jahr gewerblich kurzzeit­vermietet, braucht eine Ausnahme­bewilligung. Ohne sie drohen Strafen bis € 50.000 — und zwar nicht nur für den Eigentümer, sondern auch für den Verwalter. Listen auf Airbnb oder Booking.com zählt bereits als strafbarer Tatbestand.

Die Ausnahme wird in zwei Varianten erteilt: außerhalb der Wohnzone nach § 129 Abs. 1a BO (maximal 50 % der Gebäudefläche, schriftliche Zustimmung aller Miteigentümer, maximal 5 Jahre), innerhalb der Wohnzone nach § 7a Abs. 5 BO bei nachweislich eingeschränkter Wohnqualität — etwa bei Erdgeschoss- oder Mezzanin-Lage, Straßenlärm, schlechter Lichtverhältnisse.

Die meisten Wiener Airbnb-Verwaltungen arbeiten ohne Bewilligung — oder verschweigen ihren Eigentümern, dass das Risiko existiert. Das ist die Realität des Marktes. KEYO ist die Gegen­position.

Unsere Hebel

Drei Entscheidungen aus 2026, die die Spielregeln geändert haben.

Dr. Markus Moser hat für unsere Mandant:innen die drei aktuellen Grundsatz­entscheidungen erwirkt, die bestimmen, ob Sie Ihre Wohnung legal kurzzeit­vermieten dürfen.

OGH5 Ob 172/25t

12. März 2026

Miteigentümer MÜSSEN zustimmen — wenn der WE-Vertrag STR erlaubt

Wenn der Wohnungseigentums­vertrag Apartment- oder Kurzzeit­vermietung als zulässige Nutzung vorsieht, sind die Miteigentümer verpflichtet, die nach § 129 Abs. 1a BO erforderliche Zustimmungs­erklärung zu unterzeichnen. Wer sich weigert, kann geklagt werden.

OGH5 Ob 5/26k

12. März 2026

Umgekehrt: Verbots-Klauseln im WE-Vertrag sind durchsetzbar

Enthält der Wohnungs­eigentums­vertrag ein Verbot hotelartiger Nutzung, kann es gegen­über einem Eigentümer durchgesetzt werden, der trotzdem Kurzzeit­vermietung betreibt. Wir prüfen Ihren WE-Vertrag, bevor wir Sie annehmen.

VwGHRa 2025/05/0173

2. Februar 2026

Pauschale WE-Zustimmung ersetzt NICHT die individuelle Unterschrift

Eine allgemeine Regelung im WE-Vertrag ersetzt nicht die von § 129 Abs. 1a BO verlangte individuelle Zustimmung jedes einzelnen Miteigentümers. Kombiniert mit 5 Ob 172/25t bedeutet das: wir können sie einholen, notfalls gerichtlich erzwingen.

Die Konsequenz für Sie

In Kombination können wir für Wohnungen in einem WE-Verband mit passender Vertrags­klausel die Ausnahme­bewilligung systematisch beantragen — auch dann, wenn einzelne Miteigentümer sich weigern. Das ist der Hebel, den solo-betriebene Verwaltungen nicht haben.

Wohnzonen-Strategie

§ 7a Abs. 5 BO — die Ausnahme in der Wohnzone

Innerhalb der ausgewiesenen Wohnzonen gilt grundsätzlich ein härteres Regime. Die Bauordnung sieht aber eine individuelle Ausnahme für Wohnungen vor, deren Wohnqualität durch äußere Einflüsse eingeschränkt ist und bei denen mindestens 80 % der Wohnfläche im Haus als normale Wohnungen erhalten bleiben.

Was in der Praxis zählt:

  • Erdgeschoss- oder Mezzanin-Lage
  • direkte Straßenlage, Lärm­exposition
  • ungünstige Lichtverhältnisse (Innenhof, Nordseite)
  • gewerblich genutzte Nachbar­einheiten

Diese Ausnahme wird selten öffentlich diskutiert. Für viele „schwer vermietbare" Neubau-Einheiten im EG oder in der Belle-Étage ist sie der Weg zur legalen Kurzzeit­vermietung.

Unser Rechtspartner

Dr. Markus Moser — Moser Legal

Rechtsanwalt in Wien, spezialisiert auf Bauordnungs-, Wohnungs­eigentums- und Verwaltungs­recht. Hat die drei oben zitierten Grundsatz­entscheidungen 2026 persönlich vor OGH und VwGH erwirkt.

KEYO vermittelt für Sie die rechtliche Einschätzung Ihrer Wohnung und die Koordination des Bewilligungs­verfahrens. Honorar und Behörden­risiko liegen beim Eigentümer; KEYO trägt die operative Koordination — Antrag, Nachweise, Fristen, Kommunikation mit dem Magistrat.

Wenn Miteigentümer zu Unrecht die Zustimmung verweigern, führt die Kanzlei in Rücksprache mit Ihnen das Verfahren zur zwangsweisen Durchsetzung — ggf. auf Erfolgshonorar­basis.

Kanzlei

Moser Legal

Plankengasse 2
1010 Wien

Mandate werden von KEYO vermittelt, nicht direkt von Eigentümern beauftragt. Bitte kontaktieren Sie uns für die Einschätzung Ihrer Wohnung.

Laufendes Verfahren

Erlachgasse 118, 1100 Wien

Ein Wohnhaus mit 97 Miteigentümern, dessen WE-Vertrag ausdrücklich „Apartment­vermietung" als zulässige Nutzung vorsieht. Wir setzen — gemeinsam mit Moser Legal — die nach § 129 Abs. 1a BO erforderlichen Zustimmungen systematisch durch.

97
Miteigentümer kontaktiert
§ 6
WE-Vertrag: STR zulässig
2
Wohnungen in Bewilligung
Q2/26
Erwartete Entscheidung

Hinweis: Jede Wohnung wird individuell geprüft. Nicht jeder Fall ist ein Erlachgasse. Wohnungen ohne passende WE-Klausel und ohne § 7a-Exposition nehmen wir nicht in die Vermittlung — das schützt Sie und uns.

Häufig gestellt

Was Eigentümer uns am häufigsten fragen

Riskiere ich Strafen, wenn ich jetzt starte?+
Solange Sie ohne Ausnahme­bewilligung inserieren oder vermieten, ja. Unser Prozess beginnt daher nie mit einem Listing, sondern immer mit der rechtlichen Einschätzung und — wo nötig — dem Bewilligungs­verfahren.
Was kostet die Ausnahmebewilligung?+
Behörden­gebühren bewegen sich im niedrigen vierstelligen Bereich; das Anwalts­honorar richtet sich nach Aufwand und wird vorab transparent angeboten. KEYO koordiniert, übernimmt aber keine Honorare des Eigentümers.
Was passiert, wenn Miteigentümer die Zustimmung verweigern?+
Wenn der WE-Vertrag die Nutzung deckt (vgl. OGH 5 Ob 172/25t), leiten wir in Absprache mit Ihnen die gerichtliche Durchsetzung ein. Deckt der WE-Vertrag die Nutzung nicht und das Haus liegt nicht in § 7a-Wohnzonen mit Ausnahme­tatbestand, nehmen wir das Objekt nicht in Verwaltung.
Gilt das auch für einzelne Zimmer?+
Die Novelle unterscheidet nicht zwischen ganzen Wohnungen und Zimmer­vermietung über OTAs. Für gewerbliche Absicht > 90 Tage / Jahr ist jeweils die Ausnahme­bewilligung erforderlich.
Kann KEYO garantieren, dass meine Wohnung legal wird?+
Nein. Niemand kann das seriös. Wir prüfen vor Vertrags­abschluss, ob Ihr Fall die Voraussetzungen der zitierten Judikatur erfüllt, und kommunizieren Ihnen die Erfolgs­wahrscheinlichkeit ehrlich.

Passt Ihre Wohnung?

Lassen Sie uns Ihren WE-Vertrag, die Lage und die Eckdaten prüfen. Die Ertragsrechner­analyse kommt mit einer ehrlichen Einschätzung, ob Kurzzeit­vermietung rechtlich überhaupt möglich ist — unverbindlich und kostenfrei.

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Diese Seite ist keine Rechts­beratung im Sinne des § 1 RAO. Individual­beratung erfolgt ausschließlich durch Moser Legal auf Basis eines gesonderten Mandats.